Portal für die Dunkelfelddiagnostik: Dunkelfelddiagnostik


Dunkelfelddiagnostik



 Videofilm zur Dunkelfeldmikroskopie

Videofilme zur Dunkelfeldmikroskopie

unten finden Sie zwei Beispielfilme aus der Dunkelfeldmikroskopie.

 

 Leben und Werk Von Prof. Dr. Phil. Günther Enderlein - Dr. med. Elke Krämer


 
 Leben und Werk Von Prof. Dr. Phil. Günther Enderlein

Die Dissertation von Dr. med. Elke Krämer  Jahrgang 1963

„Gesundheits-Biologie statt Krankheits-Medizin“ so lautete das Motto des deutschen Zoologen Günther Enderlein, dem Ende der 30er Jahre die Entwicklung eines sehr wirksamen biologischen Krebsheilmittels gelungen war. Enderlein war ein vielseitiger Biologe, der neben seinem angestammten Forschungsgebiet, der Insektenkunde, auf bakteriologischen und medizinischen Gebieten arbeitete.

 

 Die Geschichte mit der Vitalblutuntersuchung im Dunkelfeld

Die Geschichte mit der Vitalblutuntersuchung im Dunkelfeld

Über die „Vitalblutuntersuchung im Dunkelfeld“ ist bereits vieles geschrieben worden. Da sollte bereits alles Wissenswerte darüber gesagt worden sein. Jedoch sind die vielen Informationen zu dem Thema nicht stimmig oder sogar widersprüchlich, vor allem, wenn von Enderlein die Rede ist. Dies ist an anderer Stelle bereits aufgefallen und Andreas Gerzen stellte in einem voran gegangenen Artikel die „ketzerische“ Frage: Dunkelfeldblutdiagnostik ohne das Wissen von Enderlein? Geht das?


 

 Nativ Blutuntersuchung nach Prof. Dr. phil. Günther Enderlein

Nativ Blutuntersuchung nach Prof. Dr. phil. Günther Enderlein

 
Enderlein führte vergleichend morphologische Blutuntersuchungen zur graduellen Erfassung des Endobiosis-Komplexes durch.
Mit Endobiosis bezeichnete er die Erkrankungen, die durch die körpereigenen Endobionten, in allen ihren Entwicklungsstadien, verursacht werden.

Die Untersuchung beinhaltete die medizinisch übliche hämatologische Untersuchung an gefärbten Blutausstrich-Präparaten sowie eine Untersuchung von unbehandeltem Blut mittels Phasenkontrast-Mikroskopie und Dunkelfeld-Mikroskopie.

Beurteilt wurden die Stärke des Befalls der Erythrozyten und Leukozyten mit den Endobiontenformen sowie die Ermittlung der Valenz. Mit Valenz, oder auch Dynamovalenz, bezeichnete Enderlein die Kernwertigkeit, die sich auf die Größe und Anzahl der Kerneiweißkörnchen Symprotit und Mych bezieht.

Die Größe dieser Körnchen konnte zwischen 0,01 – 1 Mikrometer betragen, wobei eine Steigerung der Valenz mit der Schwere der Endobiosis-Erkrankung einhergehe.


Bei der Nativ-Blutuntersuchung im Dunkelfeld- und Phasenkontrast wurden beurteilt:

Protit-Schleier:Eiweiß-Schleier, entstünden durch massenhaft frei werdende Kolloide, Zeichen für relativ hohe Alkalität des Blut-pH

Kolloid-Thecite: Zelle ohne Kern, nativ; von dem höchstmöglichen pH-Wert abhängige Ansammlung von Kolloiden zu mehr oder weniger begrenzten Gebilden

Filit-Phase: (im Dunkelfeld):fadenförmige Strukturen unterschiedlicher Stärke, entsprechen dem Fibrin

Symprotitit-Phase: freie lichtbrechende Körnchen verschiedener Größen

Macrosymprotite: besonders große lichtbrechende Körnchen

Sporoide Symprotite: bis zu einem Viertel der Erythrozytengröße anwachsende, stark lichtbrechende, ringförmige Strukturen

Spermite: (im Dunkelfeld): Aufbaugebilde bestehend aus Symprotit-Köpfchen und anhängendem Filum-Geißel

Freie Chondrite: Symprotite, Filite und Spermite, die sich frei schwimmend im Blutserum im Verband zu verästelten bäumchen- und netzartigen Strukturen angeordnet haben. Dies sei ein Zeichen einer beginnenden Endobiosis-Erkrankung. Ausschlaggebend für die schwere der Erkrankung ist hierbei die Valenz, d. h. die relative Größe der Symprotite und Dicke der Filite.

Kolloid-Symplast: Zusammenballungen von mehr oder weniger zahlreichen Kolloid-Gebilden zu einer größeren Masse.

Mychite: Bakterienkugel mit einem Kernelement
Thrombozyten: entsprechen bei Enderlein vergleichend morphologisch Theciten. Ausschlaggebend ist die Kernzahl. Thrombozyten haben eine Kernzahl zwischen 3-8 Kerneinheiten.


Thecite: zellartige, unregelmäßig begrenzte Aufbauformen verschiedener Größen mit mehreren Kerneinheiten.

Diökothecite:entsprechen den Kolloidtheciten, unterscheiden sich von diesen durch einen fadenförmigen feinsten Randsaum

Ascite: Bakterienstäbchen

Synascite: dicke, plumpe Bakterienstäbchen


Im gefärbten Präparat wurde beurteilt:


Erythrozyten:

Anisozytose: ungleiche Größen der Erythrozyten
Poikilozytose und Erythrozyten-Trümmer: verschieden geformte, nicht runde Erythrozyten
Stärke des Befalls der Erythrozyten
Valenz des Befalls der Erythrozyten
Vakuolen der Erythrozyten

Leukozyten:
Befall der Granulozytenkerne
Befall des Granulozytenplasmas (neutrophile, eosinophile, basophile Granulozyten)
Befall der Monozytenkerne
Befall des Monozytenplasmas
Befall der Lymphozytenkerne
Befall des Lymphozytenplasmas

Dendroid-Zerfall der Leukozyten: sich auflösende Leukozyten unter Bildung eines ausgedehnten Chondrit-Netzwerkes, dessen Verästelungen an Dicke zunehmen

Dendroid-Vakuolen der Leukozyten: sich auflösende Leukozyten unter Bildung eines Chondrit-Netzwerkes und Vakuolen

Sklerotische Parasiten-Gebilde: Bildung von pseudokristallinen Trockeneiweiß-Formationen, die aus den Kolloid-Massen des Endobionten entstünden und sich zu verschiedenen Aufbaugebilden zusammenlagern, z. B. sichelartig, fliegenartig, moos- oder fächerartig, kreuzförmig, nadelförmig oder tafelförmige Gebilde.

Derosynascite: größere Gruppe von sklerotischen Gebilden; bakterienähnliche Formationen, die doppelt so groß wie Erythrozyten imponieren, n. E. charakteristisch für lymphatische Leukämien.

Symplast-Bildung: Zusammenfließen von kernhaltigen Endobiontenformen zu einer unregelmäßig begrenzten Zytoplasma-Masse, in der die freien Mych (Kerneinheiten) kopulieren. Auch das Zusammenballen von Blutplättchen bezeichnet eine Symplast-Bildung)

Systatogenetische Vorgänge: Beurteilung bezieht sich auf die Stärke der Ausbildung der Sklerotischen Parasiten-Gebilde
Das Gesamturteil bezieht sich auf die Valenz des Endobionten. Diese konnte mit: gering- mäßig hoch – hoch – oder sehr hoch angegeben werden.

[AKMON, 1955]


 

 Dunkelfeldblutdiagnostik ohne das Wissen von Enderlein? Geht das?

Dunkelfeldblutdiagnostik ohne das Wissen von Enderlein? Geht das?

Ist das möglich? Dunkelfeldblutbetrachtung ohne die Erkenntnisse von Enderlein zu erwähnen? Als ich vor über 10 Jahren mit der Dunkelfeldblutbetrachtung in Berührung kam war ich absolut vom dem fasziniert was sich da so unter dem Objektiv des Mikroskops auf dem Ojektträger abspielte. So fasziniert, das es für sofort klar war, das dies etwas ist, mit dem ich mich beschäftigen wollte.


Ich begann damit alles über diese Methode in Erfahrung zu bringen und schnell kam auch der Name Professor Enderlein ins Gespräch. Ich besuchte Seminare und immer wieder kamen die Erkenntnisse Enderleins ins Spiel. So recht mochte ich mich aber mit den Deutungen nicht anfreunden, obwohl viele der optischen Erscheinungen die Enderlein beschrieb auch von mir zu sehen waren. Aber Wuchsformen und Cyclogenie blieben für mich eher fremde Begriffe. Als ich von den Ergebnissen erfuhr die Dr. Gerner in Wien veröffentlichte schien sich das zu bestätigen, was ich schon die ganze Zeit in verschiedenen Seminaren erlebt hatte, es gibt fast so viele Deutungen für das was mit Enderlein in Verbindung gebracht wird, wie es Therapeuten gibt.
Aber was bleibt von der Dunkelfeldblutdiagnostik über, wenn man die Erkenntnisse Enderleins außer acht acht läßt? Reicht das für eine Beurteilung?

Ich finde schon, ich komme seit vielen Jahren damit klar. Ich möchte die Verdienste von Enderlein keineswegs in Abrede stellen,aber meiner Ansicht ist dieses Wissen entbehrlich (zumindest wenn man mit dieser Methode beginnt) da es mehr als genug (gesicherte) Erscheinungen bei der Dunkelfeldbetrachtung schon allein auf zellulärer Ebene gibt, die bewertet werden können um damit arbeiten zu können! Granulozytenaktivität, Mengenverteilung der Zellen, Verformungen, Anhaftungen, Membrandefekte, um nur einige zu nennen, sind Erscheinungen die eine Beurteilung zulassen, ohne sich mit den Werken Enderleins auseinandergesetzt zu haben.

Ich habe diese Erkenntnisse auch in meinem "Ready to work" Dunkelfeldintensivseminar verarbeitet, Enderleins Begrifflichkeiten werden dabei nicht erwähnt und trotzdem bleibt das Blut eine faszinierende Welt die genug bietet um den Gesundheitszustand eines Patienten vernünftig beurteilen zu können.

Heilpraktiker Andreas Gerzen


 

 Dunkelfeld - Vitalblutdiagnostik (Was ist das?)

Dunkelfeld -Vitalblutdiagnostik

Diese Blutuntersuchung mit dem Dunkelfeldmikroskop basiert auf den Erkenntnissen aus der Forschung von Prof. Dr. Günther Enderlein.
Er entdeckte 1914 kleinste Lebewesen auch in den menschlichen Blutzellen, die durch ihre Vermehrung, Vergrößerung und ihre eigenen Stoffwechselprodukte eine Milieuveränderung im Inneren verursachen, dadurch den menschlichen Körper schädigen und den Weg für viele Krankheiten bahnen.

Wenn diese Blutparasiten mit Hilfe der Dunkelfeld-Vitalblutdiagnostik festgestellt werden, kann der Heilpraktiker/Arzt die Ursache der unterschiedlichen Symptome zuordnen, die Krankheit erkennen und entsprechend behandeln oder den Patienten an einen Spezialisten weiter leiten.
Die Dunkelfeld-Vitalblutdiagnostik eignet sich hervorragend für die Früherkennung von Krankheiten, die dann rechtzeitig behandelt und beseitigt werden können.
Der betroffene Patient kann die Dunkelfeld-Vitalblutdiagnostik über einen Bildschirm selbst mitverfolgen d.h. Er/Sie ist "live dabei".
Zur Behandlungskontrolle kann bei jedem Besuch in der Praxis eine neue Vitalblutuntersuchung durchgeführt werden, so dass der Patient selbst die Veränderung in seinem Blut über den Bildschirm verfolgen kann.

Dies führt aus meiner Erfahrung dazu, dass der Patient Vertrauen in die ihm verordneten Medikamente bekommt und bei konsequenter Einhaltung des Behandlungsschemas spürt er innerhalb kurzer Zeit die positiven Veränderungen.
Das wichtigste ist, dass der Patient die Verantwortung für seine Genesung selbst übernimmt und in seinem Alltag entsprechend handelt.

Die Dunkelfeld-Vitalblutdiagnostik unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Patient und  Heilpraktiker/Arzt.
 

 Säure Stress


Säure Stress 

Fast jeder biologische Prozess im menschlichen Körper ist vom Säure-Basen Gleichgewicht der extrazellulären Flüssigkeiten abhängig (1). “Moderne westliche Ernährung” erzeugt eine chronisch-unterschwellige metabolische Azidose (2). Mit zunehmendem Alter verschlechtert sich die Nierenfunktion. Daher nimmt die Ernsthaftigkeit dieser ernährungsbedingten Azidose weiter zu (3,4).

 

 Blutuntersuchung im Dunkelfeld und ihre Glaubwürdigkeit

Blutuntersuchung im Dunkelfeld und ihre Glaubwürdigkeit

Der größte Nachteil der Blutuntersuchung im Dunkelfeld ist, es gibt keine allgemeingültige Lehrmeinung darüber. Somit kann jeder der ein Portal zur Selbstdarstellung hat bei der Interpretation mitmischen. Das war vor über 5o Jahren schon so und wird sich auch nie ändern.

Untersucher sollten jedoch in der Lage sein, Blutbestandteile, die Hämatologen auch im gefärbten Blutausstrich sehen, richtig zu erkennen und zu benennen. Dies ist absolute Grundvoraussetzung um eine gewisse Glaubwürdigkeit der Blutuntersuchung im Dunkelfeld zu erreichen.
 

 Einführung in die Dunkelfeld-Blutdiagnostik

Die Geschichte des Monomorphismus und Pleomorphismus

Ungefähr um 1898 begann ein Streit unter den Wissenschaftlern über die Art, das Wesen und das Verhalten der Bakterien. Bis dahin kannte man die Milzbranderreger, die Choleraerreger, die Diphtherie, Typhus, Tuberkulose und den Syphiliserreger.

Hauptsächlich zwei Denkrichtungen nahmen für sich in Anspruch das wahre Wesen der Bakterien zu kennen. Die einen behaupteten, Bakterien seien nicht imstande, ihr Erscheinungsbild zu verändern; die anderen behaupteten das Gegenteil: dass sich nämlich unter bestimmten Bedingungen Bakterien durchaus verändern, bzw. eine andere Gestalt annehmen und sich weiterentwickeln können.

Die erste Gruppe waren die Monomorphisten (von griech. monomorph-eingestaltig), die zweite Gruppe waren die Pleomorphisten (von griech. pleomorph-mehrgestaltig).

Louis Pasteur (1822-1895) war ein Monomorphist, auf seinem Sterbebett jedoch erklärte er den bedeutenden Satz:

DAS MILIEU IST ALLES DIE MIKROBE IST NICHTS.

Er bekannte sich zum Pleomorphismus.

 

 

 Schriften der Königsberger Gelehrten Gesellschaft

Schriften der Königsberger Gelehrten Gesellschaft
15. Jahr Naturwissenschaftliche Klasse Heft 3

 

Entwickelung und heutiger Stand der Lehre von der Pleomorphie und Zyklogenie der Bakterien auf Grund des Literaturstudiums und eigener Untersuchungen

 

Von Hans Lodenkämper
Vorgelegt von Herrn Bürgers am 7. Dezember 1938

 

 Pseudokristalle

Die allerletzte Einheit der lebenden Substanz sind die Kolloide. Kolloide sind nicht nur in der Lage andere Organismen zu bilden, sie können auch in eine Trockeneiweißform verfallen, in eine s.g. Schreckstellung, die schon durch die geringsten Einwirkungen verursacht werden kann.
Dabei handelt es sich um einen plötzlichen Rückzug in die Trockeneiweissform, welche selbst Temperaturen von 310°C aushält, ohne die Lebensfähigkeit zu verlieren. Spengler hat sogar noch höhere Temp. beobachtet. Bringt man diese in physiologische Kochsalzlsg. keimen an den herausragenden Kanten der s.g.Pseusokristalle geringvalente Chondrite.
Damit bewies Einderlein, dass es sich nicht um leblose"Kristalle" sondern um lebende, kristallähnliche Gebilde handelt, s.g. "Pseudokristalle"

 

 Was ist die Dunkelfeld Blutdiagnostik? von HP Jörg Rinne

Die Dunkelfeld-Blutdiagnostik ist eine spezielle Betrachtungsweise des lebendigen Blutes unter dem Mikroskop. Es geht dabei um eine qualitative Betrachtung und unterscheidet sich somit erheblich vom allgemein bekannten schulmedizinischen Blutbild, bei dem die Mengenverhältnisse der einzelnen Blutkomponenten den Schwerpunkt bilden. Mit der Dunkelfeld-Blutdiagnostik ergibt sich die deshalb die Möglichkeit, sehr frühzeitig Störungen im Körper zu erkennen. Dies ist auch schon bei Befindlichkeitsstörungen der Fall, also schon lange bevor sich schulmedizinisch auswertbare Störungen oder Veränderungen an Organen ergeben.

 

 Die Dunkelfeld-Blutdiagnostik von HP Ulrike Spas

Der Mikrobiologe Prof. Dr. Günther Enderlein ( 1872 – 1968 ) erforschte in seinem 40 jährigen Wissenschaftsleben die Entwicklungsstadien von Bakterien, Viren und Pilzen.

 

 Die Geschichte der Dunkelfeld-Blutdiagnostik von HP Jörg Rinne

Einleitung

Die Biologie ist die Naturwissenschaft des Lebendigen. Der biologische Zustand eines Menschen entscheidet letztendlich über sein Leben und damit in erster Linie über Gesundheit oder Krankheit. Eine Möglichkeit diesen Zustand zu ermitteln ist die Dunkelfeld-Blutdiagnostik.
All unser Blut durchfließt einmal in der Minute den ganzen Körper. Ein rotes Blutkörperchen benötigt vom Herzen bis in die Fußzehen15 Sekunden. In sich trägt das Blut viele wichtige Informationen aus allen Gebieten des Körpers.

 

 Eine Erklärung für den Laien

Ich möchte mit diesem Artikel versuchen, dem Laien das Verständnis für die Dunkelfeldmikroskopie Nahe zu bringen.

In der Natur ist allgemein bekannt, dass Pflanzen einen gewissen Nährboden brauchen um ihre volle Pracht zu entwickeln , gesund zu bleiben und nicht von Ungeziefer befallen zu werden. Warum sollte es für den Menschen anders sein.

 

 Interpretation der Dunkelfeld-Blutbilder I:

Was ist im Interesse des Patienten zulässig?


Ich bin immer wieder überrascht (und erschrocken), was von Kollegen im Rahmen der Dunkelfeldmikroskopie in die Bilder so alles hinein interpretiert wird. Für mich ist das oft regelrecht abenteuerlich und aus der Sicht der Patienten unverantwortlich. Ebensowenig kann ich mit Formulierungen anfangen, die wissenschaftlich vielleicht korrekt sein mögen, für die Praxis aber keinerlei Hinweise bieten (wie z.B. "Desmenbildung").
Die Interpretation der Phänomene bei einer Dunkelfeld-Blutuntersuchung muß im Interesse des Patienten mit aller gebotenen Sorgfalt erfolgen.

 

 Was mir sehr am Herzen liegt:

Viele verunsicherte Patienten rufen mich in der Praxis an, weil sie schon alleine zur Blutentnahme für die Dunkelfeldmikroskopie  unterschiedliche Informationen von den Therapeuten bekommen. Das sollte nicht so sein. Um eine vernünftige Diagnostik zu betreiben muß jeder Therapeut in seiner Praxis unter seinen standardisierten Bedingungen arbeiten. Dieses bedeutet aber nicht das grundsätzliche Dinge vernachlässigt werden:

  • vor der Blutentnahme sollte der Patient keine Medikamente einnehmen ( nur Lebensnotwendige wie z. B. Beta-Blocker, Insulin, Markumar )
  • Die Blutentnahme sollte stets bis 10.30 Uhr nüchtern erfolgen
  • Der Patient sollte am Vorabend nicht zu spät ( ca. 19,00 Uhr) und fettreich gegessen haben ( die Chylomikonen stören die Auswertung )
  • Der Patient sollte ausgeruht in die Praxis kommen
  • Nicht während der Periode abnehmen
  • nach einer Operation erst 14 Tage warten
  • keine Cremes, Zahnpasta, Deos, Parfüm u.ä. benutzen
  • Die Blutentnahme erfolgt wenn aus der Fingerbeere immer aus dieser (Reproduktion)
  • Bei Kindern besser das Ohrläppchen wählen ( weniger schmerzhaft)
  • Die Blutentnahme sollte ohne Abtupfen mit Alkohol oder Desinfektionsmittel erfolgen
  • Es ist eine sterile Einmallanzette zu verwenden, bewährt hat sich der Autoklix bei dem man die Tiefe einstellen kann
  • Der Einstich sollte so tief sein das ein Gemisch aus Plasma uns Blut austritt
  • Objektträger und Deckgläschen sind gründlich zu reinigen
  • Das Blut muss frei fließen, die Fingerbeere darf nicht gequetscht werden
  • Der Tropfen sollte stecknadelkopfgroß sein und  die Ränder des Deckgläschens nicht erreichen, damit man später die Verfallszeit angeben kann.
  • Der erste und zweite Blutstropfen sollte verworfen werden. Der Dritte wird mit dem Deckglas aufgenommen und so schnell wie möglich auf den Objektträger gelegt.
  • Ein leichtes Antüpfeln mit einem Stäbchen ist erlaubt
  • Der Blutstropfen ist dann sofort unter dem Mikroskop anzusehen
  • Bis zur erneuten Betrachtung sollten die Präparate in Blutbildboxen dunkel  aufgehoben werden( so mache ich es in  meiner Praxis)
 

 Monomorphismus - Pleomorphismus

Die Bakteriologie beschreibt den Monomorphismus, hervorgerufen durch Louis Pasteur (1822 - 1895), der beschrieb: alle Mikroben egal welche Art und Gattung seien unveränderlich und jede Art würde eine spezifische Krankheit erzeugen. Blut und Gewebe seien im gesunden Zustand steril.

 

 Falsche Blutabnahme bei stark blutenden Patienten

 

Aus gegebenem Anlaß möchte ich kurz einen Vorfall schildern und mit einigen Bildern dokumentieren:

Es kommt immer mal vor, dass der Patient nach dem Einstich mit der Lanzette stark blutet. Ein Blutabnahme in dieser Situation würde ein falsches Ergebnis, in der Regel unechte Geld- oder Darmrollen ergeben (s. Abbildung).

 

 

 Die isopathische Therapieform

Die isopathische Therapieform                             
Mikroskopische Blut-Dunkelfelduntersuchung
nach Prof. Dr. G. Enderlein (1872-1968)

Ursprung

Seit Jahrmillionen leben  Kolloide der Pilzstämme Mucor racemosus Fresen und Aspergillus Niger van Tieghem, die als Endobiont in Symbiose mit den Menschen und Säugetieren leben. Unter widrigen Umständen können sie Übergänge zu höheren Formen bilden, die zu humoralpathologischen Veränderungen und somit zu Krankheiten führen.

 

 Was man vor der Untersuchung beachten sollte!

Information für Patienten

Ich muss mich des öfteren Wundern wenn Patienten zu mir kommen, die schon einmal zur Dunkelfelduntersuchung waren und mir davon berichten.

Sie hatten mittags schön gegessen (am besten noch ein englisch gebratenes Steak) und haben sich dann gegen 15°° untersuchen lassen.
Wo haben diese Leute (Therapeuten) ihr Handwerkszeug gelernt? Es gibt von Enderlein, Dumrese/Haefeli, Arnoul, Häring, so gute Bücher.
Ein Seminar bei einem "Könner" schadet auch nichts.

 

 Interpretation der Dunkelfeld-Blutbilder II:

Nur Sofortbetrachtung oder zusätzliche Überwachung der Eintrocknungsphänomene?

Die Meinungen der Beteiligten gehen auch in diesem Punkt weit auseinander. Viele Kollegen führen nur Sofortuntersuchungen durch, andere wieder sind der Meinung, daß in erster Linie die Eintrocknungsphänomene Aussagekraft haben. Ich denke, eine wirklich umfassende Untersuchung erfordert unbedingt beides. Eine Sofortbeurteilung ohne die weitere Betrachtung über möglichst 24 Stunden ist für mich keinesfalls ausreichend. Wobei eine langfristige Beobachtung logischerweise auch das technische Instrumentarium zur Dokumentation erfordert. Eine Beobachtung ohne Dokumentation ist wertlos, da man dem Patienten nicht zeigen kann, was man beobachtet hat.