Was mir sehr am Herzen liegt:

(Beitrag vom 15.08.2004)

Viele verunsicherte Patienten rufen mich in der Praxis an, weil sie schon alleine zur Blutentnahme für die Dunkelfeldmikroskopie  unterschiedliche Informationen von den Therapeuten bekommen. Das sollte nicht so sein. Um eine vernünftige Diagnostik zu betreiben muß jeder Therapeut in seiner Praxis unter seinen standardisierten Bedingungen arbeiten. Dieses bedeutet aber nicht das grundsätzliche Dinge vernachlässigt werden:

  • vor der Blutentnahme sollte der Patient keine Medikamente einnehmen ( nur Lebensnotwendige wie z. B. Beta-Blocker, Insulin, Markumar )
  • Die Blutentnahme sollte stets bis 10.30 Uhr nüchtern erfolgen
  • Der Patient sollte am Vorabend nicht zu spät ( ca. 19,00 Uhr) und fettreich gegessen haben ( die Chylomikonen stören die Auswertung )
  • Der Patient sollte ausgeruht in die Praxis kommen
  • Nicht während der Periode abnehmen
  • nach einer Operation erst 14 Tage warten
  • keine Cremes, Zahnpasta, Deos, Parfüm u.ä. benutzen
  • Die Blutentnahme erfolgt wenn aus der Fingerbeere immer aus dieser (Reproduktion)
  • Bei Kindern besser das Ohrläppchen wählen ( weniger schmerzhaft)
  • Die Blutentnahme sollte ohne Abtupfen mit Alkohol oder Desinfektionsmittel erfolgen
  • Es ist eine sterile Einmallanzette zu verwenden, bewährt hat sich der Autoklix bei dem man die Tiefe einstellen kann
  • Der Einstich sollte so tief sein das ein Gemisch aus Plasma uns Blut austritt
  • Objektträger und Deckgläschen sind gründlich zu reinigen
  • Das Blut muss frei fließen, die Fingerbeere darf nicht gequetscht werden
  • Der Tropfen sollte stecknadelkopfgroß sein und  die Ränder des Deckgläschens nicht erreichen, damit man später die Verfallszeit angeben kann.
  • Der erste und zweite Blutstropfen sollte verworfen werden. Der Dritte wird mit dem Deckglas aufgenommen und so schnell wie möglich auf den Objektträger gelegt.
  • Ein leichtes Antüpfeln mit einem Stäbchen ist erlaubt
  • Der Blutstropfen ist dann sofort unter dem Mikroskop anzusehen
  • Bis zur erneuten Betrachtung sollten die Präparate in Blutbildboxen dunkel  aufgehoben werden( so mache ich es in  meiner Praxis)

 


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