Nativ Blutuntersuchung nach Prof. Dr. phil. Günther Enderlein

(Beitrag vom 07.02.2009 korrigiert am 11.05.2010)

Nativ Blutuntersuchung nach Prof. Dr. phil. Günther Enderlein

 
Enderlein führte vergleichend morphologische Blutuntersuchungen zur graduellen Erfassung des Endobiosis-Komplexes durch.
Mit Endobiosis bezeichnete er die Erkrankungen, die durch die körpereigenen Endobionten, in allen ihren Entwicklungsstadien, verursacht werden.

Die Untersuchung beinhaltete die medizinisch übliche hämatologische Untersuchung an gefärbten Blutausstrich-Präparaten sowie eine Untersuchung von unbehandeltem Blut mittels Phasenkontrast-Mikroskopie und Dunkelfeld-Mikroskopie.

Beurteilt wurden die Stärke des Befalls der Erythrozyten und Leukozyten mit den Endobiontenformen sowie die Ermittlung der Valenz. Mit Valenz, oder auch Dynamovalenz, bezeichnete Enderlein die Kernwertigkeit, die sich auf die Größe und Anzahl der Kerneiweißkörnchen Symprotit und Mych bezieht.

Die Größe dieser Körnchen konnte zwischen 0,01 – 1 Mikrometer betragen, wobei eine Steigerung der Valenz mit der Schwere der Endobiosis-Erkrankung einhergehe.


Bei der Nativ-Blutuntersuchung im Dunkelfeld- und Phasenkontrast wurden beurteilt:

Protit-Schleier:Eiweiß-Schleier, entstünden durch massenhaft frei werdende Kolloide, Zeichen für relativ hohe Alkalität des Blut-pH

Kolloid-Thecite: Zelle ohne Kern, nativ; von dem höchstmöglichen pH-Wert abhängige Ansammlung von Kolloiden zu mehr oder weniger begrenzten Gebilden

Filit-Phase: (im Dunkelfeld):fadenförmige Strukturen unterschiedlicher Stärke, entsprechen dem Fibrin

Symprotitit-Phase: freie lichtbrechende Körnchen verschiedener Größen

Macrosymprotite: besonders große lichtbrechende Körnchen

Sporoide Symprotite: bis zu einem Viertel der Erythrozytengröße anwachsende, stark lichtbrechende, ringförmige Strukturen

Spermite: (im Dunkelfeld): Aufbaugebilde bestehend aus Symprotit-Köpfchen und anhängendem Filum-Geißel

Freie Chondrite: Symprotite, Filite und Spermite, die sich frei schwimmend im Blutserum im Verband zu verästelten bäumchen- und netzartigen Strukturen angeordnet haben. Dies sei ein Zeichen einer beginnenden Endobiosis-Erkrankung. Ausschlaggebend für die schwere der Erkrankung ist hierbei die Valenz, d. h. die relative Größe der Symprotite und Dicke der Filite.

Kolloid-Symplast: Zusammenballungen von mehr oder weniger zahlreichen Kolloid-Gebilden zu einer größeren Masse.

Mychite: Bakterienkugel mit einem Kernelement
Thrombozyten: entsprechen bei Enderlein vergleichend morphologisch Theciten. Ausschlaggebend ist die Kernzahl. Thrombozyten haben eine Kernzahl zwischen 3-8 Kerneinheiten.


Thecite: zellartige, unregelmäßig begrenzte Aufbauformen verschiedener Größen mit mehreren Kerneinheiten.

Diökothecite:entsprechen den Kolloidtheciten, unterscheiden sich von diesen durch einen fadenförmigen feinsten Randsaum

Ascite: Bakterienstäbchen

Synascite: dicke, plumpe Bakterienstäbchen


Im gefärbten Präparat wurde beurteilt:


Erythrozyten:

Anisozytose: ungleiche Größen der Erythrozyten
Poikilozytose und Erythrozyten-Trümmer: verschieden geformte, nicht runde Erythrozyten
Stärke des Befalls der Erythrozyten
Valenz des Befalls der Erythrozyten
Vakuolen der Erythrozyten

Leukozyten:
Befall der Granulozytenkerne
Befall des Granulozytenplasmas (neutrophile, eosinophile, basophile Granulozyten)
Befall der Monozytenkerne
Befall des Monozytenplasmas
Befall der Lymphozytenkerne
Befall des Lymphozytenplasmas

Dendroid-Zerfall der Leukozyten: sich auflösende Leukozyten unter Bildung eines ausgedehnten Chondrit-Netzwerkes, dessen Verästelungen an Dicke zunehmen

Dendroid-Vakuolen der Leukozyten: sich auflösende Leukozyten unter Bildung eines Chondrit-Netzwerkes und Vakuolen

Sklerotische Parasiten-Gebilde: Bildung von pseudokristallinen Trockeneiweiß-Formationen, die aus den Kolloid-Massen des Endobionten entstünden und sich zu verschiedenen Aufbaugebilden zusammenlagern, z. B. sichelartig, fliegenartig, moos- oder fächerartig, kreuzförmig, nadelförmig oder tafelförmige Gebilde.

Derosynascite: größere Gruppe von sklerotischen Gebilden; bakterienähnliche Formationen, die doppelt so groß wie Erythrozyten imponieren, n. E. charakteristisch für lymphatische Leukämien.

Symplast-Bildung: Zusammenfließen von kernhaltigen Endobiontenformen zu einer unregelmäßig begrenzten Zytoplasma-Masse, in der die freien Mych (Kerneinheiten) kopulieren. Auch das Zusammenballen von Blutplättchen bezeichnet eine Symplast-Bildung)

Systatogenetische Vorgänge: Beurteilung bezieht sich auf die Stärke der Ausbildung der Sklerotischen Parasiten-Gebilde
Das Gesamturteil bezieht sich auf die Valenz des Endobionten. Diese konnte mit: gering- mäßig hoch – hoch – oder sehr hoch angegeben werden.

[AKMON, 1955]





 


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