Dunkelfeldblutdiagnostik ohne das Wissen von Enderlein? Geht das?

(Beitrag vom 05.11.2008)

Dunkelfeldblutdiagnostik ohne das Wissen von Enderlein? Geht das?

Ist das möglich? Dunkelfeldblutbetrachtung ohne die Erkenntnisse von Enderlein zu erwähnen? Als ich vor über 10 Jahren mit der Dunkelfeldblutbetrachtung in Berührung kam war ich absolut vom dem fasziniert was sich da so unter dem Objektiv des Mikroskops auf dem Ojektträger abspielte. So fasziniert, das es für sofort klar war, das dies etwas ist, mit dem ich mich beschäftigen wollte.


Ich begann damit alles über diese Methode in Erfahrung zu bringen und schnell kam auch der Name Professor Enderlein ins Gespräch. Ich besuchte Seminare und immer wieder kamen die Erkenntnisse Enderleins ins Spiel. So recht mochte ich mich aber mit den Deutungen nicht anfreunden, obwohl viele der optischen Erscheinungen die Enderlein beschrieb auch von mir zu sehen waren. Aber Wuchsformen und Cyclogenie blieben für mich eher fremde Begriffe. Als ich von den Ergebnissen erfuhr die Dr. Gerner in Wien veröffentlichte schien sich das zu bestätigen, was ich schon die ganze Zeit in verschiedenen Seminaren erlebt hatte, es gibt fast so viele Deutungen für das was mit Enderlein in Verbindung gebracht wird, wie es Therapeuten gibt.
Aber was bleibt von der Dunkelfeldblutdiagnostik über, wenn man die Erkenntnisse Enderleins außer acht acht läßt? Reicht das für eine Beurteilung?

Ich finde schon, ich komme seit vielen Jahren damit klar. Ich möchte die Verdienste von Enderlein keineswegs in Abrede stellen,aber meiner Ansicht ist dieses Wissen entbehrlich (zumindest wenn man mit dieser Methode beginnt) da es mehr als genug (gesicherte) Erscheinungen bei der Dunkelfeldbetrachtung schon allein auf zellulärer Ebene gibt, die bewertet werden können um damit arbeiten zu können! Granulozytenaktivität, Mengenverteilung der Zellen, Verformungen, Anhaftungen, Membrandefekte, um nur einige zu nennen, sind Erscheinungen die eine Beurteilung zulassen, ohne sich mit den Werken Enderleins auseinandergesetzt zu haben.

Ich habe diese Erkenntnisse auch in meinem "Ready to work" Dunkelfeldintensivseminar verarbeitet, Enderleins Begrifflichkeiten werden dabei nicht erwähnt und trotzdem bleibt das Blut eine faszinierende Welt die genug bietet um den Gesundheitszustand eines Patienten vernünftig beurteilen zu können.

Heilpraktiker Andreas Gerzen





 


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