Heike Brandstetter
schreibt......
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Beschreibung des Novex Mikroskops Typ - B von EUROMEX
Hier nun auf vielfachen Wunsch eine Zusammenfassung der von mir verwendeten Ausrüstung zur Dunkelfeldmikroskopie sowie eine Beschreibung zur Bedienung des Mikroskops.
Nachdem ich längere Zeit damit beschäftigt war ein günstigeres Mikroskop als Zeiss zu finden, bekam ich von einer Kollegin den Hinweis, mir doch einmal das Novex Mikroskop Typ B von Euromex anzusehen. Sie verwendet es schon seit einigen Jahren in Ihrer Praxis für Dunkelfelduntersuchungen und war damit recht zufrieden.
Das Mikroskop wird in Deutschland von der Firma Beyersdörfer( http://www.mikroskope.info/ ) vertrieben.
Der Link zu dieser Seite ist :
http://www.mikroskope.info/Novex/B_-_Reihe/b_-_reihe.html
und
http://www.mikroskope.info/Anwendungen/Heilpraktiker/heilpraktiker.html
Hier nun die genaue Auflistung des von mir verwendeten Mikroskops .

Bei dem Mikroskop handelt es sich um ein Trinokulares Gerät der Novex B-Reihe mit 4 Planachromat Objetiven mit der Vergrößerung 4 - 10 - 40 und 100, wobei das 100er Objektiv ein Ölimmersionsobjektiv mit Irisblende ist.

Der im Mikroskop eingebaute Strahlenteiler ermöglicht eine Lichttaufteilung von 70% durch die Betrachtungs-Okulare und 30% durch den dritten trinokularen Ausgang der für eine Kamera oder einen Fotoapparat vorgesehen ist.
Für die Okulare verwende ich die Weitfeld-Okulare . Die normalen Okulare müssen gegen diese ausgetauscht werden. Die Vergrößerung der Okulare ist 10fach. Zusätzlich habe ich noch 15fach Weitfeld-Okulare.

Die Kombination von Okular und Objektiv ergibt eine max. förderliche Gesamtvergrößerung von 1000fach.
Man kann zwar bei dem 100er Objektiv das 15x Okular verwenden. Dabei entsteht aber nur eine leere Vergrößerung bis 1500fach.
( Das Bild wird unschärfer )
Um die maximale Vergrößerung bei der Apertur 1,25 des 100fach Objektivs zu erreichen wäre ein 12,5fach Okular sinnvoll. Ich habe allerdings bisher darauf verzichtet, da der Unterschied in der Vergrößerung nur minimal ist.
Zu den Okularen sollte man entsprechende Augenmuscheln kaufen.
Diese sind bei den Okularen 10x und 15x unterschiedlich.
Weitfeld Okulare, mit höherer Austrittspupille, auch für Brillenträger geeignet.
MIC 1120 Weitfeldokular HWF 10x/18
MIC 1121 Weitfeldokular HWF 15x/12
MIC 360 Paar Gummi Augenmuschel, geeignet für alle Okulare, ausgenommen MIC 1120 und MIC 1125.
MIC 1104 Paar Gummi Augenmuscheln, geeignet für Okulare MIC 1120 und MIC 1125.
Für die Dunkelfeldbeobachtung gibt es ein Dunkelfeldset, das aus der
Kaltlichtleute EK-1

dem Lichtleiter für CDF-Kondensoren und dem CDF Dunkelfeldkondensor besteht.

Das Komplettset bestehend aus:
Mikroskop 86.091 Trinokulares Mikroskop Novex B-Reihe
Dunkelfeldkondensor 85.627
Plan Dunkelfeldobjektiv mit einstellbarer Iris 100x 85.521
Kaltlichtquelle 100 Watt MIC 210
Lichtleiter für Kondensor und Lichtquelle MIC 241
Mehr zu den grundlegenden Themen sind auch im Link " Mikrofibel" zu finden.
Um eine Video-Kamera anzuschliesen benötigt man den
86.817 C-Mount-Adapter für CCD-Videokamera mit eingebauter Optik für Mikroskope.


An diesem Adapter kann eine lichtempfindliche Video-Kamera wie z.B. dieVC.3032 EUROMEX DSP Farb-Video-Kamera von Euromex angeschlossen werden.
Ich habe mir allerdings eine günstigere Kamera gekauft, die in etwa die gleichen technischen Werte aufweist.

Um meine Digital Kamera Olympus C-5050 anzuschliesen, verwende ich den Kameraadapter für Olympus C-5050.

Und zu guter letzt benötigt man noch
Immersions-Öl PB 255
Objektträger und Deckgläser.


Die Objektträger und die Deckgläser bestelle ich bei der Firma Mediwa.
Vorbereitung des Mikroskops :
Nach der Bestellung traf das Mikroskop ca. 2 Wochen später bei mir ein. .
Es kam gut verpackt in einem Karton mit einer Styroporschachtel in der sich das Mikroskop mit Zubehör befand bei mir an. Auf die Styroporverpackung sollte man achten, da man sie immer wieder zum Transport brauchen kann.
Den von mir noch dazu bestellten Holztransportkoffer für das Mikroskop habe ich bis jetzt noch nicht verwendet. Auf ihn hätte ich also ruhig verzichten können.
Sehr enttäuscht war ich von dem kleinen Handbuch, das dem Mikroskop beilag. Es wurden nur sehr knapp die wesentlichsten Funktionen des Mikroskops beschrieben. Eine genaue Einweisung ins Dunkelfeld und Untersuchungstechniken fand ich dort überhaupt nicht.
Da ich technisch vorbelastet bin wagte ich mein Glück, und installierte das Mikroskop ohne fremder Hilfe.
Die Mechanik, sowie der Kreuztisch und alle Antriebe waren in einem tadelosen Zustand.
Ich bewegte den Kreuztisch hin und her, drehte den Revolver nach rechts und links, probierte den Grob und den Feintrieb aus und war von der präzisen Mechanik beeindruckt.
Zuerst wollte ich eine Untersuchung von einem alten Präparat im Hellfeld machen.
Dazu musste ich den Hellfeld Kondensor einbauen.

Hellfeldkondensor
Doch das war gar nicht so einfach. Zumindest am Anfang nicht. Ich musste die richtige Kerbe finden um den Hellfeldkondensor in die Halterung zu stecken. Vorher die Schrauben lösen und nach einigen Versuchen hatte ich den Kondensor in seiner Position.

Kondensorhalterung

Hellfeldkondensor + Halterung

Kondensoraufnahme am Mikroskop

Kondensoraufnahme am Mikroskop mit Kondensorhalter

Mikroskop mit Hellfeld Kondensor
Jetzt ging es darum den Kondensor auszurichten. Ich schaltete das Licht des Mikroskops ein und drehte den Revolver auf die kleinste Vergrößerung, auf 4x und schaute durch die Okulare. Ich drehte den Kondensor nach unten und stellte die Blende am Hellfeldkondensor soweit zu, dass nur noch ein kleiner Lichtkreis sichtbar war.

Ich justierte den Lichtkreis mittig zum Blickfeld. Nun öffnete ich die Iris des Hellfeldkondensors, bis der gesamte Lichtkreis das Sichtfeld einnahm. Anschließend setzte ich das Test-Präparat auf den Kreuztisch.
Mit dem Grob -und Feintrieb justierte ich die Schärfe. Die unterhalb des linken Okulars angebrachte Dioptrinregulierung gestattete es mir, meine Augenunschärfe auszugleichen. Ich bin Brillenträger und kurzsichtig.
Für die Verwendung des Mikroskops setze ich aber meine Brille ab.
Am Anfang bedurfte es etwas Übung einen einheitlichen Gesichtskreis im Mikroskop herzustellen. Oft liefen beide Bilder auseinander oder ich konnte nur durch ein Okular sehen. Da dies aber eine Funktion des menschlichen Gehirns ist, gelang es mir doch, nach einiger Zeit den Kreis rund zu bekommen.
Die Helligkeit der Beleuchtung lässt sich direkt am Mikroskop einstellen.
Ich untersuchte mein Testpräparat mit diversen Vergrößerungen und stellte dabei auch mit Hilfe des Kondensors die Tiefenschärfe ein.

4x Objektiv

10x Objektiv

40x Objektiv

100x Objektiv mit Ölimmersion
Dann wollte ich mein erstes Bild am Computermonitor sehen.
Meine Video Kamera, die ich über einen XPERT DVD Maker USB2.0 an die USB Schnittstelle meines Computers angeschlossen hatte, sollte die Bilder zum Computer übertragen. Diesen Adapter kann man güstig z.B. über ebay beziehen.

Meine Video Kamera liefert ein Video Pal-Signal das direkt in den Composite Eingang des externen Frame Grabbers gelangt.

Ein Echtzeit Bildbe- und verarbeitungsprogramm im Computer ermöglicht es, die Bilder der Kamera direkt, ohne Verzögerung zu betrachten.
Mit diesem Programm ist es auch möglich, einzelne Bilder oder gesamte Videosequenzen zu speichern und einem Patienten zuzuordnen.
Das Programm gehörte zum Lieferumfang des Frame-Grabbers.
Der Computer sollte mindestens mit einem Athlon mit mehr als 1,6 GHZ oder Pentium Prozessor sowie 512MB Ram, 60GB Festplatte und USB 2.0 Schnittstelle ausgerüstet sein.
Ein 17" TFT Monitor ist auch anzuraten.
Im nächsten Schritt wollte ich mein Blutbild im Hellfeld beobachten.
Mit einer kleinen Lanzette, wie sie auch zur Blutentnahme bei Diabetiker verwendet wird stach ich mir in die Fingerkuppe und setzte einen Blutstropfen behutsam auf den Objektträger. Danach noch vorsichtig ein Deckglas darübergelegt und fertig war die erste Blutprobe.
Wie bei meiner vorherigen Testprobe, so untersuchte ich nun auch die Blutprobe im Hellfeld.

40x Objektiv

100x Objektiv mit Ölimmersion
Im Anschluss kam die Untersuchung im Dunkelfeld.
Dazu musste das Mikroskop entsprechend umgebaut werden.
Der Hellfeld-Kondensor musste durch den Dunkelfeld-Kondensor ersetzt werden.
Am einfachsten war es, die Aufnahme für den Kondensor herunter zu drehen und den Kondensor dann zu wechseln.
Ich musste vorsichtig sein, damit ich die Justierung des Hellfeldkondensors nicht verstellte, denn dann kann man recht einfach auch den Dunkelfeld-Kondensor ausrichten.
Der Dunkelfeld-Kondensor kommt von der russischen Firma Lomo und ist entsprechend an den LWL angepasst. ( Er ist in dem oben beschriebenen Dunkelfeld-Set enthalten )


Ich habe mir folgende Vorgehensweise bei der Dunkelfeldmikroskopie angeeignet.
Die kleinste Vergrößerung im Revolver ( 4x) einstellen und den Tisch nach unten drehen.
Dann einen Tropen Immersionsöl auf den Dunkelfeldkondensor geben.

Jetzt den Objektträger auf den Kreuztisch legen und den Kondensor nach oben drehen bis sich ein Lichtfleck auf dem Objecktträger abzeichnet.

Danach den Lichtfleck im Okular scharfstellen.

Objektivvergrößerung 4x
Dies ist der wichtigste Teil zur Vorbereitung eines guten Bildes. Meistens zeigt sich zuerst ein inhomogenes Bild.
Mit Hilfe der Einstellung für die Höhe des Kondensors wird das Öl unter dem Objektträger fokusiert.
Zuerst kann man den Kondensor etwas höher einstellen und dann wieder leicht absenken. Dadurch zentriert sich der Fleck und wird heller.
Sollte man damit kein Glück haben, dann kann man auch nochmals einen Tropfen Öl auf den Kondensor geben.
Manchmal ist auch zuviel Öl auf dem Kondensor.
Dann muss das alte Öl entfernt ( Kleenex ) und nochmals von vorne begonnen werden.
Mir ist es auch schon passiert, dass das Öl zu warm war und deshalb der Ölfilm gerissen ist. Aus diesem Grund also auch nicht das Öl direkt neben das Gebläse der Kaltlichtlampe stellen.
Im Moment benütze ich das Immersionsöl von Euromex. Es gibt aber auch Kollegen die auf das Öl von Zeiss schwören.
Des weiteren sollte man das Öl nicht schütteln, da sich dann Luftblasen bilden und es einige Zeit dauert bis sich diese wieder aufgelösen.
Wenn der Lichfleck nicht in der Mitte des Blickfeldes ist, dann kann man mit Hilfe der beiden Stellschrauben, die den Kondensorhalter fixieren, die Position des Lichtflecks wieder justieren.
Wichtig ist, ein heller Lichtfleck der vor allem in der Mitte homogen ausgeleuchtet ist.
Im nächsten Schritt wechsle ich zu der Objetiv-Vergrößerung 10x

Objektiv-Vergrößerung 10x
Dabei justiere ich den Lichtkreis mittig.
Dann wechsle ich in die Objektiv-Vergrößerung 40x um mir nochmals eine Gesamtübersicht über das Blut zu verschaffen.


Zu guter letzt drehe ich den Revolver zur Seite, gebe einen Tropfen Immersionsöl auf das Deckglas und schwenke das 100x Objektiv ein.
Dabei achte ich darauf, dass meine anderen Objektive kein Öl abbekommen. Falls dies dennoch einmal geschieht, muss es sofort wieder entfernt werden.
Jetzt kann ich mir in aller Ruhe das Blutbild im Dunkelfeld betrachten.

Dieses Bild ist von der Helligkeit leicht übersteuert. Um dem entgegen zu wirken befindet sich im 100x Objektiv eine Irisblende. Mit dieser kann ich die Schärfe und die Helligkeit der Bilder einstellen.
Dieses Bild ist von der Helligkeit leicht übersteuert. Um dem entgegen zu wirken befindet sich im 100x Objektiv eine Irisblende. Mit dieser kann ich die Schärfe und die Helligkeit der Bilder einstellen.


Die oben gezeigten Bilder sind Aufnahmen, die ich mit meinem digitalen Fotoapparat Camedia C5050 von Olympus gemacht habe. Sie kann bis zu 5 MPixel auflösen.
Die Bilder von der Videokamera sind durch die geringere Auflösung der Kamera deutlich
unschärfer ( PAL 640x 576)
Allerdings habe ich bei Beyersdörfer eine USB-Kamera entdeckt, die eine Auflösung von 3,1 Megapixel und eine Framerate von 10Bildern/sec bietet.
Hier nun einige Bilder die mit meiner Video-Kamera gemacht wurden.


Reinigung und Pflege des Mikroskops.
Das Mikroskop solte sorgsam behandelt werden. Zum Reinigen der Okulare und der Linsen außerhalb des Mikroskops verwende ich ein sauberes Mikrofaser Brillenreinigungstch.
Die Okulare lasse ich entweder im Mikroskop stecken oder ich verschliesse die Öffnungen mit den entsprechenden Abdeckungen.
Nach dem täglichen Gebrauch demontiere ich die Videokamera vom Mikroskop und verschliesse den Stutzen mit einem entsprechenden Stöpsel.
Am Ende verwahre ich das Mikroskop unter der mitgelieferten Staubschutzhülle.
Gelegentlich kann es vorkommen, dass in den Trinokular-Stutzen Staub fällt.
Dieser kann ebenfalls mit dem Mikrofasertuch beseitigt werden.
Die Objektive sollten besonders behutsam behandelt werden.
Sie müssen in der Regel auch nicht gereinigt werden.
Nur bei dem 100x Öl-Immersions Objektiv entferne ich einmal täglich das Öl mit einem Optikpapier.

Das Optikpapier kann auch sonst zum Reinigen von Linsen verwendet werden. Zum Beispiel auch zum Entfernen von Öl auf dem Dunkelfeld-Kondensor. Allerdings verwende ich zum täglichen Entfernen von Öl auf dem Kondensor einfaches Kleenex .
Sollte sich in den Okularen einmal Staub angesammelt haben, dann kann dieser mit einem Klistierball wie man ihn in einer Apotheke bekommt ausgeblasen werden.

Mit chemischen Mitteln wie Benzin oder Alkohl sollte man dem Mikroskop nicht zu Leibe rücken. Diese können unter Umständen die Fixierung zwischen Linsen und Halterungen beschädigen.
Noch einige Hinweise zum Schluss. Bei meinem Mikroskop hatte ich am Anfang etwas Pech. Ich konnte zwar Objekte im Dunkelfeld durch die normalen Okulare betrachten, allerdings war nie ein helles Bild auf dem Bildschirm zu sehen. Ich war schon ziemlich verzweifelt.
Zuerst hatte ich auch die Kamera in Verdacht, dass sie möglicherweise nicht lichtstark genug sei.
Eine Kollegin, von der ich die Kamera abgekauft hatte probierte die Kamera aus und überzeugte mich davon, dass die Kamera in Ordnung sei.
Erst als ich dann ein normales Okular in den Trinokular-Slot steckte ( Die Abmessungen passen überein ) stellte ich fest, dass auffallend wenig Licht heraus kam.
Euromex bietet leider keinen direkten Vor-Ort Service an, also war ich zuerst auf mich alleine gestellt.
Ich telefonierte mit Holland und fand dort einen sehr kompetenten, hilfsbereiten und freundlichen Mitarbeiter von Euromex der mir anbot, mein Mikroskop zu testen.
( Ich war schon nahe dran es wieder zurück zu geben )
Euromex beauftragte eine Spedition die das Mikroskop bei mir abholte.
Nach ca. 14 Tagen bekam ich das Mikroskop repariert wieder zurück. Es wurde der Mikroskopkopf gewechselt und dann funktionierte das Mikroskop.
Ich konnte auch keinen Unterschied mehr von der Lichtstärke in den beiden vordernen Okularen zu dem dritten Video-Okular feststellen.
Herr Otte von Euromex sagte mir, dass ein Strahlenteiler von 70:30 im Mikroskop vorhanden sei und deshalb die Lichtverteilung etwas unterschiedlich ist. Mit dem Auge konnte man dies aber nicht mehr feststellen. Mittlerweile gibt es von Euromex auch einen neuen Typ mit umschaltbaren bzw. zuschaltbarem Video-Tubus. Ob dieser Vorteile bietet kann ich nicht beurteilen.
Ich wollte darüber hinaus noch die Kamera von Euromex mit meiner Kamera vergleichen. Euromex schickte mir diese zu Testzwecken zu. Allerdings musste ich feststellen das meine Kamera fast ein wenig besser ist und sandte die Kamera wieder zurück.
Fazit :
Das von mir gekaufte Mikroskop von Euromex macht sehr gute Bilder. Es ist zwar kein Zeiss Mikroskop, aber für die Dunkelfelduntersuchungen ist es gut geeignet. Schaut euch die von mir gemachten Bilder an und beurteilt die Qualität selbst.
Die Auflösung des Mikroskops ergibt sich aus Wellenlänge des Lichts ( Lambda) : Apertur

Die meisten Objektive sind auf den Bereich von 550nm korrigiert .
Das Novex Mikroskop mit dem 100x Objektiv besitzt eine Apertur von 1,25. Damit ergibt sich eine Auflösung von 0,44µm.
Ein optimales Mikroskop mit einer Apertur von 1,4 hätte eine Auflösung von 0,40 µm und würde damit eine
10% bessere Auflösung haben.
Im Dunkelfelde bei schräger Beleuchtung erhöht sich die Auflösung um ca. das doppelte.
Siehe Mikrofibel
Zum Vergleich. Die Erythrozyten haben einen Durchmesser von rund 7,5 µm und einer Dicke von ca. 2 µm.
Man braucht generell etwas Übung um die ersten Untersuchungen im Dunkelfeld zu machen.
Euromex bietet in Deutschland keinen Vor-Ort Service an. Sollte etwas kaputt gehen oder man das Mikroskop zur Wartung geben dann muss man 14 Tage ohne Mikroskop einplanen.
Der telefonische Kontakt zu Euromex in Holland ist gut, die Mitarbeiter sprechen gut deutsch und sind freundlich.
Für den Computer sollte man keinen Uralt - PC verwenden. Man bekommt günstige Office PCs mittlerweile überall. Ich persönlich würde, wenn ich nicht auf Mobilität angewiesen bin, keinen Notebook verwenden. Zum einen ist er teuerer als ein normaler PC und darüber hinaus lässt er sich nicht oder nur schwer aufrüsten.
Ein Kriterium für den PC ist die Lautstärke.
Ich bevorzuge leise PCs in der Praxis und meine Patienten danken es mir.
Geld kann man bei der Zusammenstellung seiner Ausrüstung auch bei der Verwendung eines günstigeren
USB-Capture Adapters sparen. ( ebay )
Bei der Kaltlichtleuchte EK-1 -

- ist darauf zu achten, dass die Lebensdauer der Lampe nur ca. 50 Stunden beträgt. Also am besten gleich mehrere mitbestellen. Es gibt die Lampen übrigens auch bei ebay oder im Fotoladen. Baumärkte führen die Lampe nicht, da es sich um eine spezielle Projektionslampe handelt.
Ich hoffe, ich konnte mit dieser Seite dem einen oder anderen ein wenig Unterstützung beim Beginn der Dunkelfeldmikroskopie geben.
Viell Spass beim Mikroskopieren.
Heike Brandstetter
und
Hans Werdecker
Eine neue Version der Beschreibung des Novex Mikroskops Typ - B von EUROMEX ist leider nicht mehr als Artikel in diesem Forum sondern nur noch auf der Webseite von Heike vorhanden:
http://www.naturheilpraxis-brandstetter.de/novex-euromex-mikroskop.htm
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