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| Einführung in das Leben und Werk von Prof. Dr. phil. Günther Enderlein |
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Dr. med. Elke Krämer Firma: keine Taunusstraße 140 Tel.: 06171-580111
schreibt......
"Die folgende Einführung wurde aus der medizinhistorischen Dissertation "Leben und Werk von Prof. Dr. phil. Günther Enderlein (1872-1968)" von Elke Krämer entnommen. Erschienen 2006 im Reichl Verlag, St. Goar. Die Zahlen in den eckigen Klammern beziehen sich auf die Quellenverweise im Literaturanhang der Arbeit (hier auszugsweise beigefügt)
Einführung „Wissenschaft kommt nicht dadurch voran, daß ein fertiger Stein auf den anderen gelegt wird, ihre Veränderung ist vielmehr durch den ständigen Wandel der Denkstile bedingt. Denkstile sind historisch gewachsen, gesellschaftlich bedingt und miteinander durch ihre menschlichen Träger in einem Geflecht verwoben.” [306]
Diese Einsicht hat uns Ludwik Fleck 1935 in seiner soziologischen Untersuchung der Produktion wissenschaftlichen Wissens gegeben. Die „Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache” ist demnach abhängig von vorherrschenden Denkstilen und wird getragen von dem Denkkollektiv der Wissenschaftsgemeinde. Max Planck hatte seine Erfahrungen mit den Denkstilen seiner Zeit einmal so formuliert: „Es dauert in der Wissenschaft nicht 30, sondern 60 Jahre, bis eine neue, umstürzende Erkenntnis sich durchsetzt. Es müssen nicht nur die alten Professoren, sondern auch ihre Schüler aussterben.” [Zit. n. 76, S. 125]
Vielleicht sind es in besonderen Fällen aber auch 100 Jahre oder 150
Jahre. Auch Johann Wolfgang Goethe war bereits auf dieses Phänomen
gestoßen und mußte gleichsinnig feststellen: „Es wird aber in den
Wissenschaften auch zugleich, dasjenige als Eigentum angesehen, was man
auf den Akademien überliefert erhalten und gelernt hat. Kommt nun
einer, der etwas Neues bringt, das mit unserem Credo, das wir seit
Jahren nachbeten und wiederum anderen überliefern, in Widerspruch steht
und es wohl gar zu stürzen droht, so regt man alle Leidenschaften gegen
ihn auf und sucht ihn auf alle Weise zu unterdrücken. Man sträubt sich
dagegen, wie man nur kann: man tut als höre man nicht; man spricht
darüber mit Geringschätzung, als wäre es nicht der Mühe wert, es nur
anzusehen und zu untersuchen; und so kann eine neue Wahrheit lange
warten, bis sie sich Bahn macht.” [Zit. n. 73, S. 26]
Goethes
Worte beschreiben sehr treffend das Leben und Werk von Prof. Dr. phil.
Günther Enderlein. Für seine Entdeckungen auf bakteriologischem Gebiet
erhielt er im Ausland hohe Anerkennungen, während er in Deutschland auf
heftige Ablehnung stieß. Enderlein war ein großer Gelehrter und ein
enthusiastischer Naturforscher. Seine Welt war der Mikrokosmos. Er
forschte auf entomologischem, bakteriologischem und
humoralpathologischem Gebiet. Mit Liebe und Hingabe, unermüdlichem
Fleiß, Konzentration und Ausdauer studierte er das vielfältige Leben
kleinster Lebensformen, die in einem Tröpfchen Wasser ihren Lebensraum
finden.
Es wurde und wird sehr viel Unsinn über Enderlein
geschrieben, und monatlich erscheinen im Internet neue Seiten über ihn,
seine Therapie und seine Blutdiagnostik mit dem Dunkelfeldmikroskop.
„Der Artikel ist so furchtbar, daß da ernstlich etwas getan werden
muß” [246], hatte Enderlein einmal an Windstoßer geschrieben, als er
den Artikel von Roderich Menzel „Neu entdeckter Schimmelpilz heilt
Krebs” in der Zeitschrift „Volksgesundheit” zu lesen bekam. Entstellungen
seiner Arbeiten gab es schon zu seinen Lebzeiten, und heutzutage
erscheint es nahezu unmöglich, allen Falsifikationen zu begegnen.
Enderleins Erkenntnisse waren ihm sicherlich nicht zugefallen, wie man
bei der Lektüre der populären Sekundärliteratur über ihn vermuten
könnte. Sie waren vielmehr das Ergebnis einer 60jährigen methodischen
wissenschaftlichen Fleißarbeit, die zum guten Teil in Zusammenarbeit
und im wissenschaftlichen Austausch mit anderen Biologen, Bakteriologen
und Medizinern entstand.
Enderlein hatte große Vorbilder, die
ihn zeit seines Lebens prägten. Allen voran ist Prof. Dr. med. Rudolf
Leuckart zu nennen, der fast vergessene Begründer der medizinischen
Parasitologie, in dessen zoologisch-zootomischem Praktikum an der
Universität Leipzig Enderlein das Handwerkszeug für seine
wissenschaftliche Laufbahn erlernte. Bei Leuckart lernte Enderlein auch
das wesentliche wissenschaftliche Instrument der Biologen der damaligen
Zeit – die vergleichende Morphologie - kennen. Die vergleichende
Morphologie ist eine Methode, die ursprünglich auf Goethe zurückgeht.
Goethe konnte zeigen, „daß an den Tieren fortwährend Umkonstruktionen
stattfinden, deren typische Entwicklungen mit Hilfe der typologischen
Betrachtungsmethode zu erkennen und vorauszusagen sind“. [Zit. n. 352,
S. 38] Leuckart hat diese Methode für die gesamte Zoologie erschlossen
und ihre Überlegenheit gegenüber der Physiologie für die
phylogenetische Klassifikation der Arten gezeigt. Enderleins Verdienst
war es, die Methode in die Bakteriologie einzuführen und dadurch zu der
Feststellung der kreisläufigen Entwicklung der Bakterien zu gelangen.
Während
des Ersten Weltkrieges bot sich Enderlein als dienstfreiwilligem
Heeresbakteriologen und Heeresserologen die Möglichkeit, alle
erdenklichen humanpathogenen Keime zu untersuchen. Dabei stellte er
fest, daß das Wachstum und die Entwicklung der Bakterien einem
Kreislauf unterliegen, und daß sich Bakterien nicht ausschließlich
durch Zweiteilung vermehren. Ihm gelang als Erstem der Nachweis der
Kernäquivalente der Bakterien und die Beobachtung der sexuellen
Fortpflanzung der Bakterien am Beispiel des Cholera-Erregers.
Das war im Jahre 1916, und erst drei Jahrzehnte später erhielten Joshua
Lederberg und Edward Tatum den Nobelpreis für die Entdeckung der
sexuellen Fortpflanzung der Bakterien. Sie lösten damit 1946 den „Boom”
der Molekulargenetik aus, der letztendlich zur Entschlüsselung des
menschlichen Genoms führen sollte.
Inzwischen können
Wissenschaftler zwar das „Alphabet des Lebens” lesen, doch sie wissen
noch nicht, wie sich die Gene organisieren und regulieren. So rücken
nun, ganz unwillkürlich, wieder die Kernproteine in den Blickpunkt des
Interesses und damit Enderleins ureigene Studienobjekte, die er als
„lebende kolloidale Eiweiße” bezeichnet hatte. Seiner Forschung nach
sind diese „lebenden Kolloide” die Urkerne, das Zentrum, an dem sich
die uns bekannten Kerneinheiten zu organisieren beginnen und den Aufbau
zu höheren Organisationseinheiten steuern sowie deren Abbau einleiten.
Nach Enderlein ist nicht die Zelle die kleinste biologische
Organisationseinheit des Lebens, sie ist bereits ein komplexes
Staatengebilde und gibt nach ihrem Untergang diese kleinsten
biologischen Einheiten frei, die sich zu autonomen mikrobiellen
Kleinstleben entwickeln. [31]
Es hat sich gezeigt, daß die
Wissenschaft dem Leben zu enge Grenzen gesetzt hat, als man im 19.
Jahrhundert eine Urzelle an den Beginn der phylogenetischen Entwicklung
der Arten stellte. Bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts hielt man jedoch
an dieser Vorstellung fest. Dieses zähe Festhalten an einer veralteten
Vorstellung läßt sich nur durch einen historischen Blick in die Anfänge
der modernen Medizin als Wissenschaft erklären.
Die neue
Epoche der Medizin begann etwa in den Jahren von 1810 bis 1820. Ein
Pionier und Wortführer der neuen Medizin als Naturwissenschaft war
François Magendie. Er hatte gefordert, den Rückstand der Medizin
gegenüber den Disziplinen der Physik und der Chemie aufzuholen und
schleunigst zu lernen, die Gesetze der Naturkörper auch auf den
menschlichen Organismus anzuwenden. War es bisher die Aufgabe der
Philosophen gewesen, die Grundphänomene der Natur zu prüfen und zu
erklären, sollten dies jetzt die Mediziner, als Naturforscher, selbst
übernehmen. Magendie argumentierte, daß organische Lebewesen ein
eigenständiges internes Milieu besäßen, und daher die Physiologie
gegenüber der Physik und Chemie eine autonome Wissenschaft werden müsse.
Die
Richtung der medizinischen Forschung war fortan für das 19. Jahrhundert
vorgegeben. Die Physiologie wurde mit Johannes Müller und seinen
Schülern äußerst konsequent nach den Methoden der exakten
Naturwissenschaften entwickelt. Man versuchte dabei kausal-analytisch
vorzugehen, indem man einzelne Komponenten jeweils im Experiment
isolierte und die dafür erforderlichen Hilfsmittel kontinuierlich
entwickelte. [424] Vernachlässigt wurde dabei die Tatsache, daß in der
Natur niemals solche isolierten Bedingungen anzutreffen sind, wie sie
in den Laboratorien der Wissenschaftler geschaffen werden.
Im
Laufe der Jahrzehnte häuften sich die Detailkenntnisse zu einer
unüberschaubaren Menge wissenschaftlich gewonnenen Materials. Die
Wissenschaftler hatten ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Körperzellen
konzentriert, und die Sichtweise des zellular-pathologisch bedingten
Krankheitsprozesses auf chemisch-physikalischer Grundlage wurde
fixiert. Mit Rudolf Virchow hatte sich die Solidarpathologie , nun
scheinbar endgültig, gegenüber der Humoralpathologie behauptet.
Die
moderne Medizin hat auf ihrem Erkenntnisweg große Fortschritte erzielt,
biologisch ganzheitliche Beobachtungen traten jedoch gegenüber dem
physikalisch-chemisch geprägten Denken in den Hintergrund. Enderlein
ging einen konsequent biologischen Weg und gelangte in der
Bakteriologie und der Medizin mit den einfachsten Methoden zu
erstaunlichen Erkenntnissen, denen wir uns erst heutzutage, nach vielen
Jahrzehnten und mit erheblichem technischem Aufwand, langsam erneut zu
nähern beginnen.
Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts
hinein waren die Ursachen der Infektionskrankheiten unbekannt. Zwar war
das Mikroskop schon im ausgehenden 16. Jahrhundert erfunden worden,
diente aber in erster Linie zur Unterhaltung. Erst der holländische
Tuchhändler Antony van Leeuwenhoek erkannte, daß das Mikroskop mehr bot
als bloße Unterhaltung. Im Jahre 1683 hatte er der Royal Society of
London berichtet, daß in seinem Mund mehr Lebewesen als Menschen in den
Niederlanden lebten. Von da an fand man überall solche „winzigen
Tierchen”, doch dauerte es noch ein Jahrhundert, bis man die
Mikroorganismen in ein wissenschaftliches Denkgebäude integrierte.
[288] Länger als ein weiteres halbes Jahrhundert dauerte es dann, bis
man so langsam die Rolle der Bakterien im Krankheitsgeschehen erkannte.
Man betrachtete sie zunächst als pflanzliche Gebilde, und damit
gehörten sie lange Zeit zum Fachbereich der Botanik. Erst mit Louis
Pasteur (1822-1895) und Robert Koch (1843-1910) hielt die Bakteriologie
auch Einzug in die Medizin und entwickelte sich zu einer neuen
wissenschaftlichen Disziplin.
Als Robert Koch 1876 den
Milzbranderreger und 1882 auch den Tuberkuloseerreger entdeckt hatte,
war die kausale Ursache dieser Mikroorganismen im Krankheitsgeschehen
erwiesen. Über das Wachstum und die Entwicklung der Erreger herrschte
jedoch noch Unklarheit. Zwei Auffassungen hatten sich im Laufe des 19.
Jahrhunderts unter den frühen Bakteriologen herausgebildet: Die eine
Richtung vertrat die Ansicht, daß sich Bakterien komplex entwickeln,
ein vielgestaltiges Wachstum zeigen, Generationswechsel vollziehen und
einem Formenwandel unterliegen. Man bezeichnet diese Auffassung mit dem
Begriff „Pleomorphismus”. Demgegenüber hat sich dialektisch die
Auffassung eines „Mono-morphismus” der Bakterien entwickelt. Die
Monomorphisten waren der Ansicht, daß Bakterien lediglich eine
spezifische Wuchsform zukam und sie sich ausschließlich durch
Zweiteilung vermehrten. Bis in das 20. Jahrhundert hinein hatten sich
die Anhänger beider Richtungen leidenschaftliche Diskussionen
geliefert, und der Streit darüber konnte wissen-schaftlich lange nicht
beendet werden. Faktisch entschieden wurde er allerdings zugunsten des
Monomorphismus bereits 1872, als der Mediziner und Professor für
Botanik an der Universität Breslau, Ferdinand Julius Cohn (1828-1898)
in seiner dreibändigen Monographie „Über Bacterien, die kleinsten
lebenden Wesen”, die erste Bakterienklassifikation schuf, die in ihrer
Grundstruktur auch heute noch gültig ist.
Während des Ersten
Weltkrieges hatte Enderlein die Grundlagen seiner
„Bakterien-Cyclogenie” entwickelt, die er auf Grund seiner
Untersuchungen an vielen verschiedenen humanpathogenen Keimen hatte
zusammentragen können. Es war der Versuch, die Bakteriologie auf eine
vollkommen neue Grundlage zu stellen, die den vielgestaltigen
Wachstums- und Entwicklungsvorgängen der Mikroorganismen gerecht werden
sollte. Die „Bakterien-Cyclogenie” [10], die kriegsbedingt erst im Jahr
1925 veröffentlicht werden konnte, sorgte für erhebliche Diskussionen
in der Fachwelt. Zu kompliziert, zu theoretisch, nicht genügend belegt
und nicht nachzuvollziehen seien Enderleins Hypothesen und vermessen
seine Forderung, die gesamte medizinische Bakteriologie müsse sich
umorientieren. Enderlein wußte sich jedoch in bester Gesellschaft mit
anderen herausragenden Bakteriologen, die seit dem 19. Jahrhundert
positive pleomorphistische Forschungen betrieben hatten, allen voran
der Agrarbakteriologe Felix Löhnis [362-365] sowie der schwedische
Altmeister der Bakteriologie, Ernst Almquist [257].
Die
Erforschung der Tuberkulose in den 20er Jahren und zu Beginn der 30er
Jahre brachte Enderlein den Durchbruch seiner bakteriologischen
Studien. Enderlein hatte gemeinsam mit Hans Herzog und Martin Hering
umfangreiche Tuberkulosestudien durchgeführt. Es gelang ihnen die
Darstellung eines subvisiblen Stadiums des Tuberkuloseerregers sowie
die Überführung dieser Stadien in einen Tuberkelbazillus und in einen
Schimmel der Gattung Aspergillus. Enderlein veröffentlichte 1931 seine
Tuberkulosestudien im „Archiv für Entwicklungsgeschichte der Bakterien”
[23, 25, 26, 28, 35] dessen Herausgeber er war. Das „Centralblatt für
Bakteriologie” verweigerte hingegen die Publikation seines Artikels mit
der Begründung, daß Enderleins Ausführungen zu spekulativ seien. In der
„Münchner Medizinischen Wochenschrift” hatte er jedoch 1931 einen
Artikel gegen Albert Calmette und dessen Tuberkuloseimpfstoff BCG
veröffentlichen können und sich für den Impfstoff von Friedrich Franz
Friedmann ausgesprochen. [20]
Dem Mediziner Friedrich Franz
Friedmann [450] war es gelungen, einen wirksamen Impfstoff gegen die
Tuberkulose aus einem Kaltblütertuberkulose-Erreger zu entwickeln, den
man 1903 aus der Lunge einer im Berliner Aquarium verendeten
Riesenmeeresschildkröte isoliert hatte. Der Impfstoff war zugleich
therapeutisch wirksam. Enderlein hatte Tausende Sputa
Tuberkulosekranker vor und nach der Impfung mit der „Friedmann-Vaccine”
untersucht und den Abbau der Tuberkelbazillen im cyclogenetischen Sinn
demonstrieren können. Die „Friedmann-Vaccine” wurde jedoch seit ihrer
Bekanntmachung vor der „Berliner Medizinischen Gesellschaft” im Jahr
1912 zu einem Politikum. An Friedmann erging später der Vorwurf des
Betruges. Im Verlauf der 30er Jahre wurde er wegen seiner jüdischen
Abstammung geächtet. 1937 floh er nach Monaco und überlebte dort den
Krieg. Der Kampf gegen ihn, seine Vakzine und die Ärzte, die sie im
Kampf gegen die Tuberkulose einsetzten, setzte sich jedoch auch nach
dem Zweiten Weltkrieg fort. Enderlein produzierte die
„Friedmann-Vaccine” bereits während des Krieges, und auch nach dem
Krieg vertrieb er die Vakzine unter dem Namen „Utilin” (Anmerkung: das
alte "Utilin" von Enderlein ist nicht identisch mit dem gleichnamigen
Präparat der Firma Sanum-Kehlbeck heute). Dies brachte Enderlein in
erneuten Konflikt mit dem Robert Koch-Institut, das von ihm mit den
Worten des Arztes Carl Ludwig Schleichs (Schöpfer der Lokalanästhesie)
als „Hochburg der Rückständigkeit” kritisiert wurde. Schleich hatte
Friedmann die ersten Patienten zur Behandlung gesandt, und seine
anfängliche Skepsis war nach erfolgreicher Behandlung in Anerkennung
umgeschlagen.
Konfliktträchtig waren auch Enderleins
Krebsstudien, mit denen er zu Beginn der 50er Jahre für erhebliches
medienwirksames Aufsehen sorgte. Im Jahr 1952 ging „Der Fall Enderlein”
durch die Weltpresse. Auf Betreiben des späteren Nobelpreisträgers
Gerhard Domagk (1895-1964) und des Danziger Onkologen Egbert Frick
[308] hatte sich Enderlein im Jahr 1931 gezielt auf die Suche nach
einem potentiellen Krebserreger begeben, und er meinte ihn 1937
schließlich auch gefunden zu haben. [33] Bestätigende Arbeiten für
seine Hypothesen fand Enderlein in der älteren Literatur und unter
einigen Krebsforschern seiner Zeit. Er erwähnt in diesem Zusammenhang
die grundlegenden Arbeiten von Carl von Rokitansky (1804-1878) und
Albert Adamkiewicz (1850-1921). Der Wiener Pathologe und Neurologe
Adamkiewicz hatte eine vermeintliche „Krebsprotozoe” als Ursache der
Krebserkrankung erkannt und das erste chemische Krebsheilmittel für die
interne Behandlung dieser Erkrankung entwickelt. [251] Das unter dem
Namen „Kankroin” bekannt gewordene Präparat setzte Adamkiewicz seit
1893 erfolgreich in seiner Klinik ein. Doch an den Arbeiten Adamkiewicz
hatte man sich des mehrfachen Plagiats schuldig gemacht, und Paul
Ehrlich ging als Begründer der Chemotherapie in die Annalen der
Medizingeschichte ein. Von der Krebserreger-Hypothese war man
allerdings seit den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts allgemein
abgekommen. Nach Enderleins Auffassung war Adamkiewicz jedoch auf dem
richtigen Weg gewesen, auch wenn er die Natur des „Krebserregers” nicht
klar genug erkannt habe und ein chemisches Mittel zu dessen Bekämpfung
geschaffen habe. Mit Adamkiewicz sei die Ära der biologischen
Erkenntnisse in der Medizin eingeleitet worden und viele Ärzte und
Forscher hätten die gigantischen Fundamente des genialen Adamkiewicz
aufgegriffen und weiter verfolgt. Enderlein erinnerte an weitere frühe
Forscher, deren Arbeiten die Theorie der parasitären Krebsentstehung
stützten. Er nannte in diesem Zusammenhang die Arbeiten von Otto
Schmidt (München 1903), Carl Spengler (Davos), Salvatore Citelli
(Mailand 1915) und Gaetano Fichera (Mailand). [84, S. 215]
Mit
der Entwicklung eigener immunbiologischer Heilmittel beschäftigte sich
Enderlein, nachdem er 1937 als Kustos und Professor für Entomologie am
Zoologischen Museum der Universität Berlin in den Ruhestand getreten
war. Angeregt durch die Erfahrungen von Egbert Frick, der mit dem
immunbiologischen Präparat „Novantimeristem” des Gynäkologen Otto
Schmidt überraschende Erfolge bei der Krebsbehandlung hatte erzielen
können, begann Enderlein selbst mit der Entwicklung eines eigenen
immunbiologischen Krebsheilmittels, das unter dem Namen „Mutalin”
bekannt wurde. Das Präparat wurde aus dem Schimmelpilz Mucor racemosus
(Fresen) gewonnen, wie bereits das „Novantimeristem” von Otto Schmidt.
Das „Mutalin” basierte jedoch auf Enderleins Verständnis von den
natürlichen Regulationsvorgängen innerhalb der
„Chondrit/(Virus)-Bakterien-Schimmel-Organismen”.[34, 36, 37, 38, 39]
Enderlein
vertrat die Auffassung, daß der Mucor racemosus vor Jahrmillionen in
Symbiose mit dem Vorläuferorganismus der Säugetiere getreten sei und
eine ganze Reihe physiologischer Funktionen im Körper ausübe, jedoch
auch pathogene Eigenschaften entwickeln könne. Die regulatorischen
Anteile dieses ubiquitären Schimmelpilzes, die Enderlein Spermite
nannte, seien an den Prozessen beteiligt, die die
Selbstheilungsvorgänge im Organismus auslösen würden. Das Präparat wurde einem kleinen Kreis interessierter Ärzte für die Anwendungsbeobachtung zugänglich gemacht. Nachdem
man in den 40er Jahren genügend ärztliche Erfahrung mit dem Präparat
gesammelt hatte, war Enderlein zu Beginn der 50er Jahre an die
Öffentlichkeit getreten. Vergeblich hatte er sich bis dahin um eine
offizielle Überprüfung seiner Untersuchungsergebnisse bemüht.
Offiziell
überprüft und teilweise bestätigt wurden hingegen die Arbeiten von Dr.
phil. Wilhelm von Brehmer, dem Konkurrenten Enderleins auf dem Gebiet
der Blutmikrobenforschung. Von Brehmer beanspruchte die Priorität für
die Entdeckung des aufgefunden Mikroorganismus im Blut Krebskranker,
über den er die wissenschaftliche Öffentlichkeit 1932 zum ersten Mal
unterrichtete. [274] Von Brehmer hatte Enderlein Anfang der 30er Jahre
aufgesucht und ihn gebeten, die aufgefundene Blutmikrobe, die von ihm
mit Siphonospora polymorpha v. Brehmer bezeichnet wurde, als neue
Spezies anzuerkennen. Enderlein erklärte jedoch die Mikrobe als
identisch mit dem von ihm bereits 1915 entdeckten Bakterium
Leptotrichia buccalis (Robin) und verwies von Brehmer auf die positiven
Befunde in der Literatur seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Vor allem
der Gynäkologe und Onkologe Otto Schmidt habe bereits 1903 alle
diejenigen Entwicklungsformen der angeblich neu entdeckten Blutmikrobe
erkannt und eingehend dargestellt. Von Brehmers Siphonospora polymorpha
v. Br. wurde jedoch offiziell von dem bekannten deutschen Hämatologen
Victor Schilling sowie vom Reichsgesundheitsamt in Berlin überprüft und
teilweise bestätigt, woraufhin die wissenschaftliche Welt auf von
Brehmer aufmerksam wurde. Er konnte sich jedoch nicht lange an der
offiziellen Anerkennung erfreuen, denn bald darauf erhielt er auf
Weisung Hitlers Publikationsverbot. [Zit. n. 393]
Nach dem
Zweiten Weltkrieg gab es eine ganze Reihe Forscher, die einen seltsam
wandelbaren Mikroorganismus im Blut Krebskranker feststellen konnten.
In den 50er Jahren berichteten Dutzende Wissenschaftler aus Europa und
Amerika über einen polymorphen Mikroorganismus im Blut, der mit einer
Vielzahl chronischer Leiden, einschließlich der Krebserkrankung, in
Zusammenhang gebracht wurde. Die Auffassung, es handele sich bei diesem
Erreger um einen Symbionten des Blutes sowie aller Gewebe des
menschlichen und tierischen Organismus, der auf Grund unterschiedlicher
konditioneller Faktoren parasitäre Eigenschaften erringen könne, hatte
sich unter den Anhängern der parasitären Krebsgenese allgemein
durchgesetzt. Den Grund für die Entwicklung endo-gener Erkrankungen sah
man in der Lebensführung, der Ernährung, der Zufuhr von Noxen (z. B.
von Nikotin, Alkohol, chemischen Nahrungszusätzen, Rückständen von
Insektiziden), dem Mangel an Bewegung, seelischen Belastungen und
Stress. Die Grundlage einer erfolgreichen Therapie bestand demnach in
der Umstellung der Lebensgewohnheiten hin zu einer
gesundheitsförderlichen Lebensweise und einer immunbiologischen
Behandlung .
Unbequem und seiner Zeit voraus waren Enderleins
Forderungen, die er an die Gesellschaft stellte. Mit seiner
„Akmosophie”, der Lehre von der Vollgesundheit, hatte er in den 50er
Jahren ein gesundheitsphilosophisches Gedankengebäude errichtet, das
auf seinen bakteriologischen und humoralpathologischen Erkenntnissen
beruhte. Enderlein knüpfte mit seinen Arbeiten an die alten
humoralpathologischen Lehren an, die nach seiner Auffassung bereits mit
Hippokrates ihren Abschluß gefunden hatten. Erst Samuel Hahnemann habe
die einheitliche Ursache der chronischen Erkrankungen wiedererkannt.
Diese einheitliche Ursache sah Enderlein in dem ubiquitär vorkommenden
Mikroorganismus im Blut, den er in seiner voll entwickelten Wuchsform
als Mucor racemosus (Fresen) identifiziert hatte. Er betrachtete ihn
als Ursymbionten des Säugetierorganismus und gab ihm den Namen
„Endobiont”.
Enderlein gewann im Laufe der 40er und 50er Jahre
und auch noch in den 60er Jahren ein immer tieferes Verständnis von den
Entwicklungsvorgängen des Endobionten im Blut. Bei der mikroskopischen
Betrachtung lebender Blutpräparate gab es selbst nach jahrzehntelangem
Studium immer noch Neues zu entdecken. In den Heften seiner
Schriftenreihen „Immunobiologica” und „Akmon. Bausteine zur
Vollgesundheit und Akmosophie” hat Enderlein seine
humoralpathologischen Erkenntnisse niedergelegt. Doch auch in den
Reihen der naturheilkundlich arbeitenden Ärzte konnte sich Enderlein
mit seinen Vorstellungen nicht durchsetzen. Selbst ehemalige Mitglieder
der von Enderlein geschaffenen „Akmosophischen Gesellschaft” wandten
sich schließlich von ihm ab.
Enderlein starb im Alter von 96
Jahren am 11.8.1968 in seinem letzten Zuhause in Wentorf bei Hamburg.
Vier Jahrzehnte kämpfte Enderlein vergeblich für die Anerkennung und
Überprüfung seiner bakteriologischen und humoralpathologischen
Forschungsergebnisse.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich
mit dem Leben und Werk dieses ungewöhnlichen Naturforschers, dessen
Erkenntnisse in den letzten Jahrzehnten auf vielerlei Weise entstellt
wurden. Mit der Arbeit möchte ich Enderleins Forschungen wieder in die
wissenschaftliche Diskussion bringen. Enderlein als Entomologen kann
diese Arbeit nicht erschöpfend behandeln, obwohl die Entomologie eine
herausragende Rolle in seinem Leben spielte. Als Entomologe genoß
Enderlein Weltruhm, und sein Rat als Experte für parasitische Insekten
war über die Grenzen Deutschlands gefragt.
Unerschöpflich
scheint Enderleins Publikationstätigkeit. Bis ins hohe Lebensalter
veröffent-lichte er seine Arbeiten. Insgesamt publizierte er 489
Arbeiten, davon sind 377 entomologische Publikationen. In den anderen
Arbeiten beschäftigt sich Enderlein mit bakteriologischen,
humoralpathologischen sowie immun- und gesundheitsbiologischen Themen.
Bereits zu seinen Lebzeiten hatten nur wenige Zugang zu Enderleins
Arbeiten gefunden. Seine Texte sind mühsam zu lesen und bleiben dem
Leser in großen Teilen unverständlich, sofern er seine Arbeiten nicht
chronologisch gelesen und den Prozeß seines Erkenntniszuwachses nicht
mitverfolgt hat. Es ist nicht nur aus historischen Gründen von
Bedeutung, die Hintergründe und Umstände zu beleuchten, die Enderlein
zu einem unermüdlichen Kämpfer für eine biologische Sichtweise in der
Medizin haben werden lassen. Seine bakteriologischen und
humoralpathologischen Erkenntnisse können meines Erachtens ein
Verständnis der Ätiologie bisher unklarer Erkrankungen ermöglichen und
den Weg zu einer erfolgreichen und gefahrlosen immunbiologischen
Behandlung weisen. Es sind gerade die chronisch kranken Patienten und
die Krebspatienten, deren Zahl stetig zunimmt und deren Versorgung und
Behandlung kaum noch bezahlbar geworden ist, die von einer
immunbiologischen Behandlung profitieren würden. Darüber hinaus weisen
die bakteriologischen Arbeiten die Richtung für die Entwicklung
weiterer immunbiologischer Präparate zur Behandlung von
Infektionskrankheiten. Enderlein hat mit seinen Forschungen ein weites
Gebiet erschlossen, das bereits zu seinen Lebzeiten für Hunderte
Wissenschaftler Arbeit bot. Enderlein pflegte zeit seines Lebens
einen intensiven wissenschaftlichen Austausch mit Experten
verschiedener Fachrichtungen. Stets war er um einen interdisziplinären
Forschungsansatz bemüht; hierfür initiierte er mehrere Schriftenreihen.
Zum Verleger und Herausgeber wurde er allerdings auch gezwungenermaßen,
da sich nach der Publikation seiner Tuberkulosestudien kein offizielles
Publikationsorgan mehr fand, das bereit war, seine Arbeiten zu
veröffentlichen. An Enderleins Werk hatten viele Forscher ihren Anteil,
sei es durch frühere Forschungen, gemeinsame Studien oder in Form von
ergänzenden oder bestätigenden Beiträgen. Viele von ihnen teilten mit
Enderlein das gleiche Schicksal. Man ignorierte ihre
Forschungsergebnisse und gab ihnen noch nicht einmal posthum einen
Platz in der Medizingeschichte. Enderleins Lebenswerk entwickelte
sich sprunghaft; dies läßt sich an Hand seiner Schriftenreihen gut
erkennen. Dadurch lassen sich seine Erkenntnisse Schritt für Schritt
nachvollziehen. Da es für das Verständnis von Enderleins Lebenswerk
wichtig ist, die Reihenfolge seiner Publikationen zu beachten, wurde
die vorliegende Arbeit chronologisch gegliedert. Der Leser wird mit
jedem Kapitel sukzessive in die komplexe Materie eingeführt, und er
wird sich selbst ein Urteil darüber bilden können, ob Enderlein ein
verkanntes Genie oder ein Phantast war.
10. G. Enderlein: Bakterien-Cyclogenie. Prolegomena zu Untersuchungen über Bau, geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung und Entwicklung der Bakterien. De Gruyter Verlag, Berlin 1925 Nachdruck mit einer Einführung von Alfred Baum: Semmelweis-Institut, Hoya 1981; Englische Übersetzung: Bacteria Cyclogeny: Prolegomena to a Study of the Structures, Sexual and Asexual Reproduction and Development of Bacteria. Enderlein Enterprises, Prescott, Arizona 1999 20. G. Enderlein:Die biologischen Gründe der Mißerfolge der Calmette-Impfung. In: Münchner Medizinische Wochenschrift. Jg. 78, 1931, S. 1132-1133
Archiv für Entwicklungsgeschichte der Bakterien: Bd. 1, Heft 1, 1931 23. Die biologischen Gründe der Erfolge sanitärer Wohnverhältnisse bei der Bekämpfung der Tuberkulose. Der Tuberkelbacillus ein Entwicklungsstadium des Aspergillus-Schimmels. S. 6-31 25. Die verschiedenen Formen der sexuellen Fortpflanzung bei den Bakterien. S. 41-53 26. Die biologischen Unterlagen der Tuberkulose-Infektion. 1. Über die wahre pathogene Entwicklungsform des Tuberkulosebacillus, S. 53-105 28. Schimmel-Notizen. 1. Niessenia venerica, der von Niessen’sche Venerie-Urheber. 2. Der Karies-Urheber. 3. Der Otto von Schroen’sche Unterschied zwischen Tuberkulose und Schwindsucht (Phthise). S. 112-117
Bd. 1, Heft 2, 1933
31. Das Ende der Herrschaft der Zelle als letzte biologische Einheit. S. 171-179
Bd. 1, Heft 3, 1937 33. Studien zum Krebsproblem. I. Der Kreislauf des Krebs-Urhebers, Mucor neoformans (Doyen 1902). S. 183-229
Bd. 1, Heft 4, 1940 34. Directions for Comparative Morphology of Shapes of Virus as Primitive Stages of Life-Cycles of Bacteria. S. 252-270 (Deutsche Übersetzung: [36]) 35. Geschichtliche Notizen zur Ätiologie des Krebses, der Tuberkulose und der Latentia. S. 271-288 36. Zur Kenntnis der vergleichenden Morphologie der Virusformen als Primitiv-Stadien des Entwicklungskreislaufes von Bakterien. „Sonderdruck”, 1972, anläßlich des 100. Geburtstags von G. Enderlein.
Bd. 2, Heft 1, 1943/44 37. Vakzine im Primitivstadium des Endobionten. S.1-3 38. Neue Erkenntnisse über entwicklungsgeschichtliche Beziehungen der Mikroben und ihre fundamentale Bedeutung für die Beurteilung gewisser Krankheitsvorgänge. S. 3-8 39. Über die elektronenoptische Bestätigung der vergleichend-morphologischen und entwicklungs-geschichtlichen Forschungen bei Bakterien und deren Jugendstadien (Chondrit und Protit), dem sogenannten Virus. (Optische Notizen I. ) S. 8-13
73. G. Enderlein: Das Blut als Phänomen der Gesundheit in akmosophischer Betrachtung. In: „Akmon. Bausteine zur Vollgesundheit und Akmosophie” Bd. 1, Heft 1, 1955 S. 26-67 76. G. Enderlein: Systatogenie, das Wunder der Rhythmik im aufbauenden kolloidalen Geschehen an der äußersten Basis des Lebens. Aus gleichen Kolloiden werden zusammengesetzte verschiedene Aufbaugebilde. In: „Akmon. Bausteine zur Vollgesundheit und Akmosophie” Bd. 1, Heft 1, 1955 S. 82-125 84. Forum Beitrag Nr.11. In:„Akmon. Bausteine zur Vollgesundheit und Akmosophie” Bd. 1, Heft 1, 1955 S. 213-215 246. Korrespondenz von 1949 bis 1978 zwischen Dr. med. Karl Windstoßer, Enderlein und dessen Frau Sigrid Enderlein sowie ab 1966 auch mit dem verantwortlichen Herstellungsleiter der Firma „IBICA”, Dr. Reinstorf. Sammlung von Dr. med. Karl Windstoßer.Es handelt sich hierbei um insgesamt 334 Briefe, davon sind 260 zu Enderleins Lebzeiten geschrieben worden und 74 Briefe wurden nach dem Tod von Enderlein verfaßt. Wegen der Datenfülle werden die Briefe nicht einzeln aufgelistet. Die Briefe, aus denen zitiert wurde, sind mit Absender, Adressat und Datum in den Fußnoten verzeichnet. 251. Adamkiewicz, Albert: Untersuchungen über den Krebs und das Princip seiner Behandlung. Wilhelm Braumüller Verlag, Wien 1893 257. Almquist, Ernst: Biologische Forschungen über die Bakterien: Variation, Entwicklungszyklen, Sexualität, Artbildung, Lebenserhaltung, Epidemien. P. A. Norstedt & Söner, Stockholm 1925 274. Brehmer, Wilhelm von: Krebs - eine Erregerkrankheit. In: Fortschritte der Medizin. Jg. 50, 1932, S. 697-698 288. Dejung, Christof: Eine kleine Geschichte der Mikroskopie. http://www.access.ch/private-users/geschjetzt/CDMI.HTM. 4.8.2003, S. 1-7 306. Fleck, Ludwik: Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache: Einführung in die Lehre vom Denkstil und Denkkollektiv. Mit einer Einleitung von Lothar Schäfer und Thomas Schnelle. 3. Aufl., Suhrkamp-Taschenbuch Wissenschaft, Bd. 312, Frankfurt a. M. 1994 308. Frick, Egbert: Krebs - seine Verhütung und erfolgreiche Behandlung nach dem immunbiologischen Verfahren O. und W. Schmidt. Danziger Verlags-Gesellschaft, Danzig 1931 352. Kötschau, Karl: Zum Aufbau einer Biologischen Medizin. Teil 1: Biologisches Denken - Homöopathie. Hippokrates-Verlag, Stuttgart 1935 362. Löhnis, Felix: Life Cycles of the Bacteria. Preliminary Communication. In: Journal of Agricultural Research. Vol. 7, 1916 S. 675-702 363. Löhnis, Felix: Studies upon the Life Cycles of the Bacteria. Part 1. Review of the Literature 1838-1918. In: Proceedings of National Academy of Sciences. Vol. 16. Second Memoir 1921 364. Löhnis, Felix: Studies upon the Life Cycles of the Bacteria. Part 2. Life History of Azotobacter. In: Journal of Agricultural Research. 1923, S. 401-452 365. Löhnis, Felix: Vorlesungen über landwirtschaftliche Bakteriologie. Verlag von Gebrüder Borntraeger, Berlin 1926 393. Philipps, Ursula; Rosin, Martin: Die tabuisierten Forschungen des Krebs-Spezialisten Dr. v. Brehmer. In: Raum & Zeit. Nr. 85, 1997, S. 26-37 424. Schipperges, Heinrich: Geschichte der Medizin in Schlaglichtern. Meyers Lexikonverlag, Mannheim 1990 450. Werner, Petra: Der Heiler. Tuberkuloseforscher Friedrich F. Friedmann. Koehler & Amelang, München, Berlin 2002
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| Geschrieben am04.02.2009 08:20:28 |
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